Lipödem:
Schwellung im Fettgewebe
lipödem
Dicke Oberschenkel, aber schlanke Fesseln, und weder Sport noch Diät helfen – das können die Anzeichen für ein Lipödem sein. Beim Lipödem sind die Fettzellen in bestimmten Regionen verändert, im Fettgewebe staut sich Flüssigkeit, es schwillt an, jeder Druck auf das Ödem tut weh. Lipödeme bekommen fast nur Frauen, die Beine sind häufiger betroffen als die Arme.
Womit kann man ein Lipödem verwechseln?
Wie wird ein Lipödem behandelt?
- KPE: Komplexe physikalische Entstauungstherapie
- MLD: Manuelle Lymphdrainage
- Lymphologischer Kompressionsverband
- MKS: Medizinischer Kompressionsstrumpf
- Unterscheidung verschiedener Strümpfe
- Bewegungsübungen
- Hautpflege
- Liposuktion (Fettabsaugung)
- Wie wird eine Liposuktion durchgeführt?
Was bedeutet Lip…?
Die Silbe „Lip“ oder „Lipo“ bedeutet im medizinischen Bereich immer Fett. Fett ist lebenswichtig, aber zu viel Fett ist ebenso ungesund wie zu wenig Fett. Für Notzeiten und große Belastungen braucht der Körper Energiereserven, diese werden im Fettgewebe gespeichert. Zudem hat das Fettgewebe noch andere Aufgaben, z.B. für die Hormonproduktion.
Das Fettgewebe bildet die unterste Schicht der Haut. Es besteht ganz wesentlich aus Fettzellen. Deren herausragende Eigenschaft ist, dass sie sich stark vergrößern und wieder verkleinern können, je nach Nahrungsangebot.
Frauen sind weit üppiger mit Fettdepot-Möglichkeiten ausgestattet als Männer. Aus Sicht der „Arterhaltung“ ist das auch sinnvoll, denn um Kinder zu bekommen, müssen sie ausreichend „gepolstert“ sein für neun Monate Schwangerschaft und das Stillen der Kinder.
Beim Lipödem schwellen diese Fettdepots übermäßig an, aber nicht, weil die Patientin zu viel isst und sich deshalb die Fettzellen vergrößern, sondern weil das Fettgewebe krankhaft verändert ist. Wie genau diese Veränderungen entstehen und aussehen, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.
Sicher scheint, dass die Fettzellen verändert sind und sich in den Räumen zwischen den Zellen Flüssigkeit staut. Das darf normalerweise nicht sein, denn das Fettgewebe verfügt nicht über Lymphgefäße, welche die Flüssigkeit wieder abtransportieren könnten. Da fast nur Frauen und die typisch weiblichen Reserveregionen von Lipödemen betroffen sind, wird ein Zusammenhang mit dem Hormon Östrogen vermutet.
Wie erkennt man ein Lipödem?
Viele Lipödeme werden nicht erkannt und deshalb falsch oder gar nicht behandelt. Typisch für Lipödeme ist:
- Fast nur Frauen sind betroffen.
- Die Körperhälften sind gleich dick (symmetrisch).
- Die Haut „spannt“, Druck auf das Lipödem tut weh, hinterlässt aber keine Dellen. Das Lipödem wird auch Lipohypertrophia dolorosa (schmerzhafte Fettvermehrung) bezeichnet.
- Oberschenkel und Po sind am häufigsten betroffen, als erstes zeigen sich „Reiterhosen“. Typisch sind feste Polster innen an den Oberschenkeln oder Beine, die wie gerade Säulen bis zu den Fesseln gehen. Lipödeme an den Armen sind anfangs seltener, sie kommen eher im Lauf der Erkrankung hinzu.
- Die Fettansammlung ist unproportional, z.B. haben manche Patientinnen bei Hosen zwei bis drei Kleidergrößen mehr als bei Blusen oder trotz dicker Beine sind ihre Fesseln und Füße schlank.
- Viele Betroffene bekommen Blutergüsse schon bei leichtem Anstoßen.
- Im Verlauf der Erkrankung kommt eine Cellulite („Orangenhaut“) hinzu.
- Häufig treten feine Krampfadern („Besenreißer“) auf.
Womit kann man ein Lipödem verwechseln?
Für einen Arzt mit lymphologischem Fachwissen ist es kein Problem, ein Lipödem richtig zu erkennen. Wenn Sie möglicherweise betroffen sind, wenden Sie sich also unbedingt an einen Experten, denn: Dick ist nicht gleich dick.
Dazu kommt, dass Lipödeme sowohl die Folge einer anderen Fettverteilungsstörung sein können als auch andere Erkrankungen wie Adipositas oder Lymphödeme nach sich ziehen können. Bei der Untersuchung wird der Arzt also auch nach der Entwicklung der dicken Stellen fragen. Manche Lipödem-Krankengeschichte lässt sich bis in die Pubertät zurückverfolgen, schon auf Fotos aus schlanken Zeiten lassen sich die Verdickungen ausmachen.
Von folgenden anderen Erkrankungen und Fettverteilungsstörungen muss ein Lipödem unbedingt abgegrenzt werden:
- Lymphödem
- Lipolymphödem
- Lipom
- Adipositas
- Symmetrische Lipomatose des Rumpfes
- Extremitäten-Lipohypertrophie
Lymphödem
Ein Lymphödem ist ein Stau von Lymphflüssigkeit im Lymphsystem. Es kann auch Hände oder Füße betreffen und kann auch einseitig auftreten.
Mehr zum Lymphödem
Lipolymphödem
Ein Lipolymphödem entsteht, wenn zu viel Fettgewebe auf das Lymphsystem drückt. Der Abtransport der Lymphe wird erschwert, die Lymphe staut sich, ein Lymphödem entsteht. Ein Lipolymphödem entsteht nicht selten, wenn ein Lipödem lange unbehandelt bleibt.
Mehr zum Lipolymphödem
Lipom
Ein Lipom ist eine Fettgewebsvermehrung an einer Stelle des Körpers, Lipome können auch an mehreren Stellen auftreten (multiple Lipome). Sie sind meist rundlich und weich und schmerzen nicht. Lipome sind in der Regel gutartig und müssen nur entfernt werden, wenn sie optisch stark stören, schmerzen, oder die Beweglichkeit einschränken. Wer Lipome entfernen lässt, sollte sich an einen erfahrenen Operateur wenden: Dann bleiben nur sehr kleine Operationsnarben zurück.
Adipositas
Adipositas ist starkes Übergewicht. Es kann den ganzen Körper betreffen, beginnt aber oft rund um den Rumpf. Das Fettgewebe ist weich und tut auf Druck nicht weh. Adipositas kann durch mehr Bewegung und weniger Essen reduziert werden.
Schwierig für die Diagnose eines Lipödems ist, dass viele Patientinnen ihre Figur schon „aufgegeben“ haben und deshalb zusätzlich adipös wurden: Wenn Diät und Sport immer erfolglos gegen die „Problemzonen“ waren, warum sollten sie sich dann noch bemühen?
Beim Vorliegen einer Adipositas zusätzlich zu einem Lipödem sollten Betroffene unbedingt abnehmen, da Adipositas die Lipödem-Folgen noch verschlimmert.
Außerdem besteht bei Adipositas, besonders bei einer großen „Fettschürze“ an Bauch und Hüften, die Gefahr, dass zusätzlich Lymphödeme und Venenprobleme in den Beinen hinzukommen.
Symmetrische Lipomatose
Die symmetrische Lipomatose betrifft Hals, Schultern, Oberarme und Brust. Diese Fettansammlung kann nicht durch Diät und Bewegung reduziert werden.
Extremitäten-Lipohypertrophie
Diese Lipohypertrophie ist eine starke Fettgewebsvermehrung an Beinen und Armen. Wie das Lipödem tritt auch die Hypertrophie (= Vergrößerung, Vermehrung) fast nur bei Frauen auf und betrifft ebenfalls überwiegend Oberschenkel und Oberarme. Hypertrophie und Ödem können deshalb verwechselt werden, doch verursacht die Lipohypertrophie nicht den für das Lipödem typischen Druckschmerz. Teilweise entwickelt sich aus einer Lipohypertrophie im Lauf der Zeit ein Lipödem, insbesondere, wenn nichts gegen die Hypertrophie unternommen wird.
Eine Lipohypertrophie kann weder durch Diät und Bewegung reduziert werden noch durch Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe. Wenn Sie betroffen sind, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass nicht zusätzlich Übergewicht hinzukommt. Eine spezielle Liposuktion (Fettabsaugung) mit Rücksicht auf das Lymphsystem kann helfen.
Mehr zur Liposuktion (Fettabsaugung)
Wie wird ein Lipödem behandelt?
Lipödeme sind nicht heilbar. Dennoch müssen Lipödeme unbedingt behandelt werden und die Probleme lassen sich meist deutlich reduzieren. Lipödeme sind eine Erkrankung, nicht einfach nur eine „ausgeprägte“ oder „unvorteilhafte“ Figur, die man eben hinzunehmen hat.
Wenn ein Lipödem nicht behandelt wird, verändert sich das Fettgewebe immer mehr, wird immer voluminöser und Folgeerkrankungen kommen hinzu. Die Behandlung reduziert Gewebeverdickungen und schädliche Folgen und verhindert eine Verschlimmerung.
Grundsätzlich ist wichtig, dass vor Behandlungsbeginn eine ganzheitliche Diagnose vorliegt, denn ein Lipödem darf nie isoliert betrachtet werden. Ist z.B. das Lipödem mit starkem Übergewicht kombiniert, muss auch dagegen etwas unternommen werden. Ist das Herz überlastet, muss die Herzleistung stabilisiert werden, sonst könnte der Organismus durch die Folgen des Lipödem-Abbaus überlastet werden.
Nachfolgend die wichtigsten Behandlungsansätze bei Lipödemen:
- KPE: Komplexe physikalische Entstauungstherapie
- MLD: Manuelle Lymphdrainage
- Lymphologischer Kompressionsverband
- MKS: Medizinischer Kompressionsstrumpf
- Unterscheidung verschiedener Strümpfe
- Bewegungsübungen in Kompression
- Hautpflege
- Liposuktion (Fettabsaugung)
Die KPE (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie) wird in Zusammenhang mit Lipödemen auch als „konservative“ Therapie bezeichnet, im Gegensatz zur „operativen“ Therapie, der Liposuktion. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass nach einer Liposuktion immer eine KPE durchgeführt werden muss, denn ein Lipödem ist nicht heilbar.
KPE: Komplexe physikalische Entstauungstherapie
Die KPE (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie) entfernt bei einem Lipödem Lymphflüssigkeit aus dem Fettgewebe. Das „K“ im Namen steht für „Komplex“ und zeigt an, dass die Therapie aus mehreren Bausteinen besteht.
Wichtig ist: Die KPE muss mit allen ihren Teilen konsequent und langfristig umgesetzt werden. Dann haben Patienten beste Chancen, beschwerdefrei zu werden. Wenn ein Teil vernachlässigt wird, verlieren auch alle anderen Teile erheblich an Wirkung.
Die KPE besteht aus zwei Phasen:
- Initialphase (Anschubphase, Entstauungsphase): In der Regel in einer Klink, drei Wochen lang, bei Bedarf jährlich wiederholt
- Erhaltungsphase: laufend
Die KPE hat vier Bausteine:
MLD: Manuelle Lymphdrainage
Die MLD ist eine spezielle Massageart, welche das Lymphsystem stimuliert, mehr Lymphe abzutransportieren. Damit entsteht eine Art Sog, der dafür sorgt, dass Lymphflüssigkeit aus dem Fettgewebe verschwindet: Der Druck reduziert sich, das Gewebe ist weniger prall und die Druckempfindlichkeit des Lipödems lässt nach. Ausgeführt wird die MLD von speziell ausgebildeten Masseuren oder Krankengymnasten (Physiotherapeuten). Sie arbeiten schonend mit kreisenden Bewegungen und bestimmten Handgriffen. Besonders kräftige MLD-Griffe dürfen sie bei einem Lipödem allerdings nicht durchführen, da sonst Blutergüsse entstehen.
Kompression
Zur Kompression (= Druck) gehören zwei Bereiche: der lymphologische Kompressionsverband, auch Kompressionsbandage genannt, und Kompressionsstrümpfe. Die Kompression dient dazu, die Erfolge der MLD (Manuellen Lymphdrainage) zu erhalten, also einen Rückfluss der Lymphe ins Fettgewebe zu verhindern.
Lymphologischer Kompressionsverband
Ein lymphologischer Kompressionsverband übt genau dosierten Druck auf die Muskeln aus und unterstützt bei Bewegung den Abtransport der Lymphe. Kompressionsverbände werden besonders intensiv in Phase 1 eingesetzt, beim Lipödem allerdings erst nach einigen Tagen, wenn der größte Druck im Fettgewebe gelöst werden konnte und die schmerzhafte Druckempfindlichkeit nachlässt.
MKS: Medizinischer Kompressionsstrumpf
Wenn die akute Schwellung zurückgegangen ist, wird ein MKS (Medizinischer Kompressionsstrumpf) für Beine, Po/Hüften und gegebenenfalls die Arme verordnet. Als Patient brauchen Sie zwei Sätze, damit Sie wechseln können. Spätestens alle sechs Monate sollten Sie neue Strümpfe bekommen, damit die Strümpfe genau passen und nicht ausleiern. Wirkungsvolle Kompressionsstrümpfe müssen möglichst eng anliegen und zusammendrücken wie eine zweite Haut.
Unterscheidung verschiedener Strümpfe
Verschiedene Krankheiten machen „Strümpfe“ erforderlich. Deshalb gibt es auch verschiedene Strümpfe. Hier die bekanntesten und wie sie sich unterscheiden:
Thromboseprophylaxestrumpf
Er wird auch „Stützstrumpf“ genannt und ist meist weiß. Er schützt vor Thrombosen (Blutgerinnseln), deswegen müssen ihn z.B. bettlägerige Patienten im Krankenhaus tragen. Er übt nur wenig Druck auf das Gewebe aus und ist nicht für Patienten in Bewegung geeignet.
MKS: Medizinischer Kompressionsstrumpf
MKS werden bei Venenleiden, Lymphödemen und eben Lipödemen getragen. Grundsätzlich gibt es zwei Herstellungsformen, den RUND-gestrickten und den FLACH-gestrickten MKS, sowie vier Kompressionsklassen. Klasse 1 übt den wenigsten Druck aus, Klasse 4 den höchsten.
Bei Lipödemen werden grundsätzlich nur flachgestrickte MKS getragen, die nach Maß angefertigt werden, weil rundgestrickte MKS bei den extrem veränderten Körperformen eines Lipödems nicht passen. Ein flachgestrickter MKS ist an seiner Naht erkennbar (ein rundgestrickter MKS hat keine Naht). Die Anpassung muss sehr sorgfältig vorgenommen werden, weil zu wenig Druck wirkungslos ist, zu viel Druck jedoch schmerzt. Bei Lipödemen sind MKS täglich ganztägig zu tragen.
Bewegungsübungen
Spezielle Gymnastik und Bewegung beim gleichzeitigen Tragen der maßangefertigten Kompressionsstrümpfe fördert den Abtransport der Lymphe und reduziert das Lipödem. Günstig sind „ruhige“ Sportarten wie Spazierengehen, Wandern (nicht Bergsteigen), Radfahren, Schwimmen. Ruckartige Bewegungen, Verletzungsrisiken und Überanstrengung sollten Sie meiden.
In Ruhe sollten Sie, soweit es möglich ist, den Körperteil mit dem Lipödem hochlagern.
Hautpflege und -schutz
Wenn Sie ein Lipödem haben, ist es ganz wichtig, dass Sie täglich Ihre Haut begutachten und sorgfältig pflegen. Schon kleine Risse oder Verletzungen bergen ein großes Infektionsrisiko, weil die Heilung infolge des gestörten Lymphabflusses sehr langwierig sein kann, Infektionen sich dagegen leicht ausbreiten. Schützen Sie deshalb bei allen Aktivitäten Ihre Haut, z.B. auch mit Handschuhen bei allen Haus-, Garten- und Handwerksarbeiten.
Benutzen Sie möglichst keine parfümierten Wasch- und Pflegeprodukte, weil diese die Haut reizen können. Bevorzugen Sie ph-neutrale Produkte. Wenn Sie Kompressionsbandagen oder -strümpfe tragen, ist die Feuchtigkeitspflege für die Haut wichtig.
Liposuktion (Fettabsaugung)
Eine Liposuktion (Fettabsaugung) kann die extrem verdickten Fettgewebeschicht eines Lipödems reduzieren. Zwei Dinge müssen hier aber grundsätzlich beachtet werden:
1. Die Liposuktion sollte nur von einem lymphologisch fortgebildeten und erfahrenen Mediziner durchgeführt werden, der schonende Methoden einsetzt, denn das ohnehin überlastete Lymphsystem darf auf keinen Fall verletzt werden.
Scheuen Sie sich als Patient nicht, den Mediziner nach seiner nachweisbaren lymphologischen Fachkompetenz zu fragen. Adressen von Ärzten, die sowohl Erfahrung in Liposuktion haben als auch lymphologisch qualifiziert sind, können Sie bei von Ihrem behandelnden Arzt oder Therapeuten erfragen.
2. Ein Lipödem ist grundsätzlich nicht heilbar. Die Krankheit ist begründet in einer krankhaften Veränderung der Fettzellen beziehungsweise des Fettgewebes und diese Veränderung lässt sich nicht wegsaugen. Seien Sie skeptisch bei Aussagen wie: „Lipödeme sind heilbar.“
Was eine professionelle, schonende Liposuktion bei Lipödem aber bringen kann, ist eine Reduzierung der störenden Fettpolster: Das erkrankte Fettgewebe wird reduziert, der Druck lässt nach und die Beweglichkeit nimmt zu, Letzteres besonders, wenn Fett an den Innenseiten der Oberschenkel abgesaugt wird. Sofort nach einer Fettabsaugung muss die oben beschriebene KPE (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie) konsequent durchgeführt werden, um den Erfolg der Liposuktion zu erhalten.
Die Kosten für eine Liposuktion tragen meist die Patienten. Nur in absoluten Ausnahmefällen bei schweren körperlichen Behinderungen zahlt die Krankenkasse.
Wie wird eine Liposuktion durchgeführt?
Grundsätzlich geht es bei einer Fettabsaugung darum, Fettzellen aus dem Fettgewebe zu entfernen. Entfernte Fettzellen können nur in sehr geringem Umfang wieder „nachwachsen“.
In Fachkreisen anerkannt ist heute die schonende Liposuktion mit Tumeszenz-Lokalanästhesie. Für die Behandlung wird in das betroffene Fettgewebe die Tumeszenz-Flüssigkeit gespritzt: Sie enthält ein lokales Betäubungsmittel und Substanzen, welche die Fettzellen aus dem Gewebe lösen. Nach einer Einwirkzeit werden Tumeszenzflüssigkeit und Fettzellen vorsichtig mit einer Kanüle aus dem Gewebe abgesaugt. Zum Einsatz kommen hier spezielle Vibrationskanülen, die sich fein vibrierend an den Gewebestrukturen vorbeidrängen ohne sie zu verletzen.
